Nachruf #rar fährt die letzte Runde am Ring


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Update: Es war viel mehr – Emotionen, Party und Wehmut!

Marek sagt ‚Auf Wiedersehen‘! Allein beim Lesen auf den LED-Boards war ‚kribbeln‘ angesagt. Aber es kam ja dann ganz anders. Als Marek dann die CENTERSTAGE betrat – die Crowd jubelte und feierte ihn, den Festival-Macher wie einen bekannten Künstler. Als Lieberberg dann seine sicher vorgefertigte Rede rausließ – da war er wieder. Der Moment, der nur einem Menschen widerfährt, wenn er sich in wohlbehüteter Umgebung bei Freunden befindet. Da war die Emotion! Dieser Auftritt war auch ehrlich und wichtig zugleich. Marek verkündet ganz frei: Wir rocken weiter – dass wollte die Crowd hören. … und das Feiern konnte nach diesem Auftritt weitergehen. Das Megafestival spulte hangelte im Line-Up Schritt für Schritt unaufhaltsam weiter. Ein Höhepunkt folgte dem nächsten – Bis zum Ende am Nürburgring. Fortsetzung folgt – aber ohne die letzte Runde am Ring.

 

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Der Ring ist tot – Krieg am Ring – Nachruf #rar fährt die letzte Runde am Ring

So erleben wir derzeit die letzten Tage vor dem letzten Megakonzert in der Eifel!

Rock am Ring – eine Legende geht in die Geschichte ein. Rock am Ring stand für das Woodstock in Deutschland. Das habe es ja im eigentlichen Sinne nicht. Aber an den 3 Festivaltagen wurde gefeiert, was das Zeug hält.

Ich trage in meiner Erinnerung viele Erlebnisse. Viel Regen, Matsch und natürlich dieser beeindruckende Blick am Horizont, wenn man die Silhouette der vielen Menschen hautnah am Abend miterleben durfte. Für mich ohne Zweifel: Das Erlebnis + Emotionen PUR!

Dies konnte aber auch nur durch viel Ehrgeiz mit vielen Erfahrung erfolgen. Ein Garant dafür: Das Team um M. Lieberberg! Ohne dies Jährliche anpassen und optimieren hätte dies Festival nie diese Qualitätsgüte erreicht. Geht es um Sicherheit oder um die Anfahrt zum Ring, usw. – Diese vielen Fragestellungen und Themen, die heute keiner sehen will oder sieht. Obgleich hierin die eigentliche Projektarbeit liegt. Ich kann nur hoffen, dass mit dem Weggang der Agentur aus Frankfurt nicht eben diese Qualitätsgüte auf der Strecke bleibt.

Jetzt beginnt wie so oft die Positionierung. Wer hat Schuld? Wieso geht das Festival zum 30ten nicht wieder am Ring? Und viele weitere Fragen werden so häppchenweise bis zum Festivalbeginn, ja sogar darüber hinaus vorgeführt.

Mir persönlich ist es sicherlich wie vielen schlicht weg egal. Schade nur, dass eine über viele Jahre erfahrene und verlässliches Festival so einfach mal ‚wegbricht‘. Und das meine ich auch wirklich so – Abgesehen von dem wirtschaftlichen Schaden -für die Region.

Aber wir sollten an der Stelle auch die Kirche im Dorf lassen. Es dreht sich auch im künstlerischen Bereich um das wirtschaften. Ja auch um den letzten Krümel in der Ecke.

Es wird weitergehen, wie immer. Ich habe nur ein lieb gewonnenes Festival verloren. Schade eigentlich.

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